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Heim- und Reimseite
von Stefan Pölt
alias "plotzn"


Wer Spaß an witzigen Gedichten hat, ist hier genau richtig!
Das Motto dieser Seiten lautet "Humorvolle Lyrik ist der Hofnarr der Poesie."
Tauche ein, lieber Leser, in die Untiefen des gereimten Wortspiels und lasse dabei den Ballast alter Balladen weit hinter Dir.


Wie kreuzt man Dichtung mit Humor?
Lest weiter - hier kommt so was vor ...

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Hier gibt es: *** Verdichtete Witze *** Märchenhaft Verreimtes *** Limericks *** Schüttelreime *** Nonsense im Reimkultur *** Schachgedichte *** Mundwinkel-Lifting *** Augenschäden durch Laufbänder ***
Inhalt Gedicht des Monats (Aug 2017) Intro

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Nur keine Hektik!

Sag mir, Königin der Tische,
wie ich den Moment erwische,
deine Blicke zu erheischen,
ohne durch den Raum zu kreischen.

Siehst Du nicht mein wildes Winken?
Mein Begehr ist, was zu trinken.
Herrin über Gläser, Tassen,
willst du mich verdorren lassen?

Wie bloß kann ich dich erreichen?
Gib mir nur ein kleines Zeichen,
Spitzenkraft der Gästespeisung,
Meisterin der Tischumkreisung.

Flehend bitt ich dich - nein, bettel:
Nimm Notiz auf deinem Zettel,
wenn schon nicht von mir, stattdessen
wenigstens von meinem Essen!

Heldin der Tablettartistik,
planst du etwa längerfristig?
Kannst du mir noch mal verzeihen,
so terminlos reinzuschneien?

Herrscherin der Nahrungskette,
Wächterin der Körperfette,
Leuchte des Bestellprozesses,
bring mir irgendwas - ich ess es!

Endlich sehe ich dich nahen.
Wirst du meinen Wunsch bejahen?
Fast - du schaffst es, mit Getränken
kurz vor mir noch abzuschwenken.

Ach, wie würde es mich freuen,
dich bei mir mal zu betreuen.
Komm, besuch in aller Ruhe
mein Geschäft für Damenschuhe!

Ein Mensch, der was zu sagen hat,
greift erst zum Stift und dann zum Blatt
und schreibt so die Ergüsse auf.
Er nimmt dafür sogar in Kauf,
dass er bei seiner Arbeit schwitzt,
bis jedes Wort so richtig sitzt.

Die ganze Menschheit soll es wissen,
wie toll er ist und sprachbeflissen.
Bewundern will er sich nun lassen,
doch wie erreicht er all die Massen?
Er sagt zu sich, ich wünscht ich hätt
'ne eigne Page im Internet.

Auf seinen neuen Homepage Seiten
kann er sein Werk sogleich verbreiten
und für das rege Interesse
steht dort auch seine Mailadresse.
Jetzt fehlt nur noch die Resonanz
auf seine lyrische Brillanz.

Er stutzt, als Tag für Tag verstreicht,
an dem ihn keine Mail erreicht
und denkt ein wenig irritiert:
Gibt's keinen, den es intressiert?
Man sollte sich halt vorher fragen:
Hat man Bedeutendes zu sagen?
Alle Gedichte © Stefan Pölt 2005 - 2017 Letzte Änderung: 11. August 2017 Email: familie.poelt@t-online.de